Capitularia - Edition der fränkischen Herrschererlasse

Kapitular des Monats März 2017: “Capitula legi Salicae addita” [BK 142]

Die Kapitularien sind in ihrer Gestalt und in ihrem Inhalt so heterogen, dass es bislang nicht gelungen ist, eine allen Ansprüchen und Einsprüchen genügende Definition zu finden. Die Capitula legi Salicae addita aus der Zeit Ludwigs des Frommen gehören zu jenen Stücken, die sich nur sehr schwer als „Erlasse der Staatsgewalt“ (Ganshof) oder als „Herrschererlasse“ […]

Neuigkeiten

Alles neu macht der…Herbst! Der September hat für unser Projekt einige personelle Änderungen mit sich gebracht. So scheidet zum einen nach erfolgreicher Promotion über Pippin den Jüngeren und das sog. Königskapitular unser langjähriger Mitarbeiter Patrick Breternitz aus, mit dem wir ein tatkräftiges Mitglied verlieren. Für alles Geleistete sei ihm herzlich gedankt! Zum anderen verlässt unser […]

Handschrift des Monats Oktober 2019: Vatikan, Biblioteca Apostolica Vaticana, Reg. Lat. 191

Ein Kapitel mitten in einem Werk Isidors von Sevilla Dass sich Kapitularientexte an den entlegensten Orten verbergen können, zeigt die Handschrift Vatikan, Biblioteca Apostolica Vaticana, Reg. Lat. 191 (Wilmart 1937, S. 452-458; Pezé 2018, S. 221-222), die in die zweite Hälfte des 9. Jahrhunderts datiert und aus Reims stammt (Bischoff 2014, S. 424). Auf den […]

Kommende Vorträge

Semesterferien sind traditionell Vortragszeit und so sind auch die Mitarbeiter von Capitularia in der Welt unterwegs, um ihre Forschung zu präsentieren. Zuerst hält Britta Mischke am 6. September in Wien auf der von Thom Gobbitt organisierten Tagung “Books of Law in the very long tenth century” einen Vortrag mit dem Titel “Lupus’ Liber Legum Reconsidered”. […]

Das Kollationstool von Capitularia

Editorische Arbeit ist ein langwieriger und – je nachdem, welche Tücken die Überlieferung bereithält – komplexer und anstrengender Weg, der beschritten werden muss, um das Produkt seiner Bemühungen, die fertige Edition, in Händen zu halten oder am Bildschirm zu sehen. Egal für welches editorische Grundprinzip man sich entscheidet – Leithandschrift oder die Rekonstruktion eines Archetyps […]

Handschrift des Monats August 2019: München, Bayerische Staatsbibliothek, Lat. 29555/1 & Inc. s. a. 26m & UB, † Fragmente

Eine fragmentarische Kapitulariensammlung aus Oberitalien Der Liber legum des Lupus, Teil 3 (zu Teil 1, Teil 2) Mit den drei Münchener Signaturen ist eine fragmentarische Kapitulariensammlung bezeichnet, von der 31 Blätter bekannt sind (Sigle bei Mordek 1995: M4). Sie entstand in Oberitalien im ausgehenden 9./ beginnenden 10. Jh.; das jüngste darin enthaltene Kapitular stammt von […]

IMC Leeds 2019

Vom 01. – 04. Juli findet der 26. International Medieval Congress in Leeds statt. Nachdem im letzten Jahr mit Sören Kaschke und Britta Mischke bereits zwei Mitarbeiter des Kapitularien-Projekts mit eigenen Vorträgen vertreten waren, präsentieren 2019 gleich vier Mitarbeiter ihre Forschungsergebnisse. Am Dienstag den 02. Juli werden im Rahmen der von Stefan Esders moderierten Session 608 […]

Handschrift des Monats Juli 2019: Vatikan, Biblioteca Apostolica Vaticana, Reg. Lat. 1000 B

(Fast) Unlesbare Texte am Ende des Codex Die Handschrift Reg. Lat. 1000 B ist in erster Linie als vollständiger Textzeuge der Kapitulariensammlung des Ansegis bekannt. Sie stammt aus der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts und ist in Westdeutschland geschrieben worden. Im direkten Anschluss an Ansegis, ganz am Ende des Codex auf den foll. 87v-88v, trug […]

Handschrift des Monats Juni 2019: Sélestat, Bibliothèque Humaniste, 14 (104)

Jener Teil der Handschrift Sélestat 14 (104), der eine Auswahl von Kapitularien der Jahre 802-829 enthält, gehört hinsichtlich der dort gebotenen Fassung des „Ansegis-Worms-Korpus“ zu einer größeren, sogenannten „Reimser Gruppe“ von Handschriften (Mordek 1995, S. 589). Innerhalb dieser Gruppe stehen drei Codices, die alle aus der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts stammen, dem verlorenen Archetypen […]

Neuigkeiten

Normalerweise betrachten wir die Handschriften, mit denen wir tagtäglich umgehen, anhand von mal mehr und auch mal weniger guten Digitalisaten. Vor allem, aber nicht nur letztere haben den schönen Nebeneffekt, dass eine Autopsie des Originals notwendig wird. Anfang Mai 2019 hat sich daher unser Mitarbeiter Dominik Trump auf den Weg in die Ewige Stadt gemacht, […]

Aufnahme von Capitularia in die MDR Datenbank

Wir freuen uns, dass die Capitularia Webseite – wie auch das “Schwesterprojekt” Bibliotheca legum – in die von der Medieval Academy of America kuratierte Datenbank “Medieval Digital Resources” (MDR) aufgenommen wurden, da sie deren Standards für digitale Best Practices erfüllen oder sogar übertreffen. Wir danken den Verantwortlichen für diese Auszeichnung und allen unseren Nutzerinnen und […]