Sankt Gallen, Stiftsbibliothek, 222
Manuscript description according to Mordek
Repository
Sankt GallenStiftsbibliothek
222
Origin and history
Origin:
9. Jh., 2. Drittel (Mordek), 9. Jh., (Mitte oder 3. Viertel) 3. Drittel (Bischoff); wohl Ostfrankreich (Mordek), (Nord-)Östliches Frankreich (Bischoff).
Provenance:
spätestens im Hochmittelalter in St. Gallen, siehe das Gallus-Gebet unten pp. 146 und 147; jüngerer Besitzvermerk p. 2 unten Liber S. Gallj. Alte Signatur (p. 1 oben): S. n 434 (handschriftlicher Katalog P. Kolb)
Physical description
| Material: | Pergament |
|---|---|
| Number: | 74 foll. (paginiert 1-148) [gegen Ende breiter]) |
| Size: | 170-180 × 130-135 mm |
| Body text: | ca. 122-132 × 85-90 mm |
| Quires: |
4 IV64 + II72 + IV88 + III100 + 3 IV148; Lage F fehlt (zwischen
pp. 72-73)
Kustoden: große Buchstaben am Ende der Lagen, meist mit
Verzierungen
|
| Lines: | 19-20 |
| Columns: | 1 |
| Script: | karolingische Minuskel |
| Scribe(s): | mehrere unterschiedliche Hände |
| Decoration: |
Rubriken (Capitalis rustica und Unziale) und Text in dunkelbrauner Tinte, keine Farben; einfache kleine Gebrauchshs. handlichen Formats |
| Binding: |
graublauer Pappeinband mit braunem Lederrücken und -ecken |
Contents
Note:
Gegen Ende der Isidor-Hs. St. Gallen 222 sind, thematisch (zumindest c. 1) zum vorhergehenden Kommentar des Taufrituals passend, die Capitula e canonibus excerpta Karls des Großen vom Jahr 813 übernommen, eine Boretius noch unbekannte Überlieferung.
Bibliography
References:
- H. Brauer, Die Bücherei von St. Gallen und das althochdeutsche Schrifttum (Hermaea 17, Halle [Saale] 1926) S. 74
- Bruckner 1935-1978, Bd. 3 (1938) S. 39, 84
- Keefe 1983, S. 223
Catalogues:
- G. Scherrer, Verzeichniss der Handschriften der Stiftsbibliothek von St. Gallen (Halle 1875) S. 79
Project-specific references:
- Mordek 1995, S. 653-655
- F. Schnoor, Galle pater, te precamur – ein neu entdeckter Hymnus auf Gallus aus dem 13. Jahrhundert, in: dies. u. a. (Hg.), Schaukasten Stiftsbibliothek St. Gallen. Abschiedsgabe für Stiftsbibliothekar Ernst Tremp (St. Gallen 2013), S. 148-153
- Bischoff 2014, S. 315, Nr. 5665
- Dorofeeva 2025, S. 373f.
Transcription
Editorial Preface to the Transcription
Transkriptionsvorlage: Die Transkription erfolgte auf Grundlage eines auf e-codices bereitgestellten Farbdigitalisats.
Schreiber
Die hier transkribierten Seiten sind von einer Hand in einer breiten, steifen karolingischen Minuskel geschrieben. Am Zeilenende oft sehr eng gedrängte Buchstaben.
Buchstabenformen
Häufige Verwendung einer ae-Ligatur, an passenden wie unpassenden Stellen (z. B. p. 141 diaebus).
Abkürzungen
Der Schreiber verwendet zwei unterschiedliche Formen der ur-Kürze, z. B. in c. 19 (priuentur, ähnlich einem gespiegelten c) und in c. 20 (sepeliantur, in der üblichen Gestalt.
Gliederungsmerkmale
P. 139-142 (BK 78): Die Liste hat keine eigene Rubrik, ist aber durch einen den freien Rest der letzten Zeile des vorangehenden Textes bis zum Seitenrand ausfüllenden Strich deutlich abgesetzt. Der gesamte Text ist, einschließlich der leicht ausgerückten Kapitelzählungen, in Texttinte geschrieben. Den Kapitelzahlen (I-XXVI) ist jeweils ein CAP nachgestellt.
