Capitularia - Edition der fränkischen Herrschererlasse

Neue Handschriftenseiten

27.05.2026

Die fünf neu veröffentlichten Handschriftenseiten dieses Monats stammen von der anderen Seite des Rheins, wo sie auch alle, mit einer Ausnahme, noch im 9. Jahrhundert entstanden sind. Die ersten beiden Handschriften, mit Transkriptionen Kapitularien Pippins des Jüngeren und Karls des Großen, werden heute in Laon aufbewahrt, die übrigen drei gehören zum Bestand der Bibliothèque nationale de France in Paris:

  • Laon, Bibliothèque municipale, 201
  • Laon, Bibliothèque municipale, 265
  • Paris, Bibliothèque nationale de France, Lat. 1535
  • Paris, Bibliothèque nationale de France, Lat. 2826
  • Paris, Bibliothèque nationale de France, Lat. 11792
  • Besonders die Kapitularienauszüge im Codex Laon 265 haben uns schon länger beschäftigt, nachzulesen in einem zweiteiligen Blogpost zu der dort enthaltenen Sammlung (Teil 1, Teil 2) sowie einem weiteren Blogpost von unserem Kollegen Sven Meeder zu der eng verwandten Überlieferung in in Vesoul, Bibliothèque municipale Louis Garret, 79 (73).

    Außerdem haben wir in zwei Wolfenbütteler Handschriften der Herzog August Bibliothek die letzten dort bisher noch nicht transkribierten Kapitularien ergänzt, nämlich in 50.2 Aug. 4° sowie in Cod. Guelf. 299 Gud. Lat. Damit stehen nun jeweils zwei weitere Transkriptionen von Karls des Großen weit verbreiteten BK 39 und BK 44 auf unserer Webseite zur Verfügung.
    Last but not least konnten wir unsere Transkription der für die frühen Kapitularien Karls des Kahlen besonders wichtigen Handschrift Den Haag, Museum Meermanno – Huis van het boek, 10 D 2 bei einer Autopsie vor Ort überprüfen. Für diese Gelegenheit möchten wir uns an dieser Stelle erneut sehr herzlich bei Rickey Tax bedanken!