Wie es die antiqua consuetudo fordert, ist unser erster Blogpost eines Neuen Jahres dem Rückblick auf das vergangene gewidmet.
2025 brachte dem Capitularia-Projekt viel Neues. Seit Ende des Jahres ist Tobias Mercer unser neuer Kollege im Team. Neu erschienen ist die Dissertation unseres Projektdoktoranden Dominik Leyendecker sowie ein von ihm und unserem ehemaligen Kollegen Dominik Trump herausgegebener Tagungsband. Nach zehn Jahren Handschriften (Kapitularien, Kapiteln, Sammlungen) des Monats wurde es Zeit für etwas Neues bei unseren Blogposts. In 2025 haben wir die Blogpost-Kategorien „Aus der Werkstatt“ mit Funden und neuen Erkenntnissen aus der Editionsarbeit und „Aus dem Maschinenraum“ mit Beiträgen zu den technischen Aspekten und Herausforderungen eines digitalen Langzeitprojekts ins Leben gerufen. Und auch im vergangenen Jahr waren Projektmitarbeiter:innen auf Tagungen und Workshops im In- und Ausland unterwegs.
Die digitale Edition schreitet weiter voran; von den noch ausstehenden Überlieferungen der Kapitularien vor 814 sind mehr als ein Drittel nun transkribiert. Den Fortschritt kann man über die entsprechenden Blogposts verfolgen oder sich als aktuellen Arbeitsstand anzeigen lassen.
Inzwischen stecken wir schon mitten in den Arbeiten für den zweiten Band der kritischen Print-Edition mit den Kapitularien nach 840, der Regierungszeit Karls des Kahlen, Ludwigs II. und ihrer Nachfolger. Das berühmte Edikt von Pîtres (864) Karls des Kahlen werden wir beim diesjährigen IMC in Leeds in zwei Sessions genauer unter die Lupe nehmen (Montag, 6. Juli 11.15-12.45 Uhr und 14.15-15.45). Vielleicht sehen wir den einen oder die andere dort?!
Wir wünschen allen Leser:innen ein glückliches und gesundes Jahr 2026!
Das Capitularia-Team
