Leiden, Bibliotheek der Rijksuniversiteit, VLO 29
Beschreibung der Handschrift nach Kaschke
Aufbewahrungsort
LeidenUniversiteitsbibliotheek
VLO 29
Entstehung und Überlieferung
Entstehung:
9. Jh., 3. Drittel (Mordek), 9./10. Jh. (Bischoff); Frankreich (Mordek), Ostfrankreich (?) (Bischoff)
Äußere Beschreibung
| Material: | Pergament |
|---|---|
| Umfang: | 56 foll. |
| Maße: | 205 × 170 mm |
| Schriftraum: | 165 × 115 mm |
| Lagen: |
7 IV56
|
| Zeilen: | 19 |
| Spalten: | 1 |
| Schrift: | karolingische Minuskel |
Inhalte
Anmerkung:
Der Hauptinhalt der Handschrift ist das Bischofskapitular Isaaks von Langres mit einigen Zusätzen.Bibliographie
Projektspezifische Referenzen:
Transkription
Editorische Vorbemerkung zur Transkription
Transkriptionsvorlage: Gute Farbdigitalisate der Universiteitsbibliotheek Leiden.
Schreiber
Der Schreiber verwendet eine gleichmäßige karolingische Minuskel.
Gliederungsmerkmale
Fol. 1v-2r (BK 259; Mordek 26): Zwischen Praefatio und Capitulatio des Bischofskapitulars des Isaak von Langres sind zwei Zusatzkapitel eingeschoben, von denen das erste (fol. 1v) den durch teilweise verdeckten bzw. durch Pergamentschäden verstümmelten und insgesamt schwer lesbaren Text von BK 259 c. 8 bietet, das zweite (fol. 2r) den von Mordek 26. Vor dem ersten Kapitel steht eine verblasste Rubrik in Capitalis, vor dem zweiten ist von einer solchen nichts mehr zu erkennen. Allerdings ergänzte eine frühneuzeitlice Hand auf dem oberen Seitenrand eine Rubrik und wiederholte zusätzlich auf dem rechts überklebten Papierstreifen den gesamten Text von Mordek 26; möglicherweise hat dieser Schreiber also auch noch eine Originalrubrik lesen können.
Fol. 56r-v: Wie die übrigen Teile der kirchenrechtlichen Exzerptreihe ist auch Mordek 21 mit einer vorangestellten, in gleicher Zeile wie das vorherige Kapitel einsetzenden Rubrik in Majuskeln und dunklerer Tinte versehen. Die Zählung als IIII auf dem Rand dagegen scheint aus dem ursprünglichen Kontext übernommen zu sein; jedenfalls ist bei den beiden folgenden Kapiteln auf fol. 56v entweder gar keine Zählung bzw. nur eine verblasste II zu erkennen.
Sonstiges
Fol. 1v-2r sind aufgrund eines Wasserschadens teilweise nicht mehr lesbar. Zudem verdecken auf fol. 1v links, rechts und unten aufgeklebte breite Papierstreifen einen Teil des Textes. Ähnlich verdeckt ein weiterer aufgeklebter Streifen auf fol. 2r am rechten Rand einen Teil des Textes, während fast das gesamte untere Drittel dieser Seite ausgerissen ist. Eine frühneuzeitliche Hand hat den kompletten Text von Mordek Nr. 26 aus unbekannter Vorlage auf dem Streifen von fol. 2r eingetragen sowie auf dem oberen Rand des Originalblatts eine dort ursprünglich vielleicht gar nicht vorhandene (oer gründlich verblasste) Rubrik ergänzt.
