{"id":30173,"date":"2021-09-24T13:17:31","date_gmt":"2021-09-24T11:17:31","guid":{"rendered":"https:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/?p=30173"},"modified":"2021-11-15T14:52:34","modified_gmt":"2021-11-15T13:52:34","slug":"sammlung-des-monats-oktober-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/en\/blog\/sammlung-des-monats-oktober-2021\/","title":{"rendered":"Collection of the Month October 2021: The 43 Chapter List in Ms. Milan O. 55 sup."},"content":{"rendered":"<p>Eine bekannte Kapitularienrezeption stellt der Liber Papiensis dar, der im ausgehenden 10. oder Anfang des 11. Jahrhunderts im Regnum Italiae entstand und das langobardische Edikt mit den fr\u00e4nkischen Kapitularien in einem Rechtsbuch vereinte. Der \u00e4lteste bekannte Textzeuge ist die aus zwei Teilhandschriften bestehende \u00dcberlieferung der Mail\u00e4nder Codices O. 53 sup. und O. 55 sup. Beide wurden zu Beginn des 11. Jahrhunderts wohl in Pavia von einem Notar Secundus geschrieben, der sich selbst in einem Kolophon auf fol. 75v des Codex O. 55 sup. nennt (<em>Secundus notarius scripsit oc manus suas<\/em>). Das Langobardenrecht ist in der Teilhandschrift O. 53 sup. enthalten, w\u00e4hrend sich die Kapitularien in O. 55 sup. befinden. Obwohl beide Teile erst nachtr\u00e4glich zu einem Codex verbunden wurden und heute wieder separate kodikologische Einheiten bilden, ist ihre Zusammengeh\u00f6rigkeit gut erkennbar. Sie wurden nicht nur gr\u00f6\u00dftenteils von derselben Hand geschrieben, sondern sind auch durch einen juristischen Kommentar, die <em>Quaestiones ac monita<\/em>, verbunden, der sich \u00fcber beide Teile des Rechtsbuches erstreckt (MGH LL 4 S. 590\u2013594, Additio II zum Liber Papiensis; Conrat 1891 S. 274\u2013276; Radding 2007).<\/p>\n<p>Der Kapitularienteil des Liber Papiensis ist, wie schon der vorangehende Teil mit dem Langobardenrecht, chronologisch nach Gesetzgebern geordnet. Dabei werden die Kapitel eines Herrschers jeweils in einem gro\u00dfen Block ohne Kapitelz\u00e4hlung zusammengefasst, so dass die einzelnen Kapitularien nicht mehr als separate Einheiten erkennbar sind. Mehr noch, die Sammler des Liber Papiensis w\u00e4hlten oft nur einzelne Kapitel aus und erg\u00e4nzten die Kapitularienausz\u00fcge durch Material anderer Herkunft, wie etwa Exzerpte aus Konzilsakten. Welche Quellen ihnen zur Verf\u00fcgung standen, ist noch nicht ausreichend erforscht worden; jedenfalls finden sich neben bekannten Texten auch einzelne Kapitel, die nur im Liber Papiensis \u00fcberliefert sind und deren Herkunft unklar ist. Die einzelnen Handschriften des Liber Papiensis wurden zudem von den Kompilatoren individuell um weiteres Material angereichert. Die Mail\u00e4nder Handschrift O. 55 sup. stellt dabei in zweifacher Hinsicht einen Sonderfall dar: Sie bietet zum einen als einzige der Liber Papiensis-\u00dcberlieferungen eine durchgehende Z\u00e4hlung der Kapitel innerhalb der Gesetzgeber-Bl\u00f6cke, w\u00e4hrend die anderen Handschriften keinerlei Z\u00e4hlung aufweisen. Zum anderen tradiert sie eine 43 Kapitel umfassende Liste, die sich in keiner der anderen \u00dcberlieferungen findet (Edition in Pertz G 1835).<\/p>\n<p>Diese 43 Kapitel-Liste (gez\u00e4hlt <em>I-XLII<\/em>, da das von Pertz als c. 4 edierte Kapitel ein unnummerierter Nachtrag am Rand von fol. 33v ist) umfasst Exzerpte aus Kapitularien, Konzilsbeschl\u00fcssen und dem r\u00f6mischen Recht. Sie bildet einen eigenen Block, der durch eine Rubrik einem Kaiser Ludwig zugeschrieben wird: <em>Incipit capitula secundum Lodoici impepris. filius Lothari imper. <\/em><\/p>\n<div align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/cap\/publ\/material\/COM_2021.10_Mailand-O-55-sup_fol.33r.png\" alt=\"\" width=\"803\" height=\"262\" \/><\/div>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: x-small;\">Abb.: Rubrik der 43 Kapitel-Liste. Mailand, Biblioteca Ambrosiana, O. 55 sup., fol. 33r (Ausschnitt). (@Biblioteca Ambrosiana)<\/span><\/p>\n<p>Im Anschluss an Muratori (Scriptores 1, 2 S. 160) haben die meisten Forscher bis hin zu Pertz darin eine Zuschreibung an Ludwig II. gesehen. Boretius vermutete hingegen, der Sammler habe Ludwig den Frommen gemeint, da die Liste zwischen dem Kapitularienteil Pippins (fol. 25r\u201332v, gez\u00e4hlt <em>cap. I\u2013XLVIIII<\/em>) und demjenigen Ludwigs des Frommen (fol. 40r\u201353r, gez\u00e4hlt <em>cap. primo\u2013LVIII<\/em>) positioniert wurde (Boretius 1864 S. 193). Die Liste muss allerdings nach 850 entstanden sein, denn sie enth\u00e4lt als j\u00fcngsten Text ein Exzerpt aus dem Konzil von Pavia 850 (c. 3), was eher f\u00fcr Ludwig II. sprechen w\u00fcrde. Da die Kapitel der Liste bisher nur unvollst\u00e4ndig identifiziert wurden (Boretius 1864 S. 193\u2013195; Meyer-Marthaler, Lex Romana Curiensis S. XXVI Anm. 73), wird ihr Inhalt hier in einer tabellarischen \u00dcbersicht dargestellt:<\/p>\n<div align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/cap\/publ\/material\/COM_2021.10_Tabelle-1.jpg\" alt=\"\" width=\"596\" height=\"731\" \/><\/div>\n<div align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/cap\/publ\/material\/COM_2021.10_Tabelle-2.jpg\" alt=\"\" width=\"596\" height=\"660\" \/><\/div>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: x-small;\">Abb.: Identifizierung der Exzerpte in der 43 Kapitel-Liste.<\/span><\/p>\n<p>Im Vergleich zu den Kapitularienbl\u00f6cken der anderen Herrscher, die in der Mail\u00e4nder Handschrift wie in den \u00fcbrigen Handschriften des Liber Papiensis \u00fcberliefert sind, f\u00e4llt dieser aus dem Rahmen. \u00dcblicherweise enthalten die Bl\u00f6cke tats\u00e4chlich Kapitularien eines Herrschers, bei denen zwar eine Auswahl aus den Kapiteln getroffen wurde, diese aber ansonsten in derselben Reihenfolge wiedergegeben wurden, wie sie in der Quelle vorhanden waren. Zwar finden sich auch immer wieder einzelne falsch zugeordnete Kapitel oder Einsprengsel von fremdem Material wie Exzerpte aus den Leges oder dem Kirchenrecht, das Grundprinzip bleibt aber erkennbar. In der 43 Kapitel-Liste hingegen, die Ludwig II. zugeschrieben wird, finden sich nur zwei Kapitel, die definitiv aus dessen Regierungszeit stammen (c. 3: Konzil von Pavia 850 c. 20 und c. 26: Rescriptum der Bisch\u00f6fe an Ludwig II. von 845\u2013850, BK 210 c. 11). Bei zwei Kapiteln, die als Unikate in der Handschrift \u00fcberliefert sind, ist eine Urheberschaft Ludwigs II. immerhin m\u00f6glich (c. 2 und 10 = <a title=\"zum Kapitular\" href=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/capit\/ldf\/bk-nr-168\/\" target=\"blank_\" rel=\"noopener noreferrer\">BK 168<\/a> c. 6 und 8). Zwei weitere sind erweiterte Fassungen fr\u00fcherer Kapitularien, die eventuell von Ludwig II. best\u00e4tigt und dabei umformuliert wurden \u2013 c. 12 und 37, die nur in einzelnen Handschriften des Liber Papiensis \u00fcberliefert sind und dort in den Teil Ludwigs II. einsortiert wurden (z.B. in der Redaktion des Walcausus, <a title=\"zur Handschriftenseite\" href=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/mss\/paris-bn-lat-9656\/\" target=\"blank_\" rel=\"noopener noreferrer\">Paris, BnF, Lat. 9656<\/a> und <a title=\"zur Handschriftenseite\" href=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/mss\/wien-oenb-471\/\" target=\"blank_\" rel=\"noopener noreferrer\">Wien, \u00d6NB, 471<\/a>). Kapitel 12 stammt aus dem Schreiben der Bisch\u00f6fe an Ludwig den Frommen von 829 (<a title=\"zum Kapitular\" href=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/capit\/ldf\/bk-nr-196\/\" target=\"blank_\" rel=\"noopener noreferrer\">BK 196<\/a> c. 15), ist aber um einen Zusatz erweitert worden, der nur im Liber Papiensis \u00fcberliefert ist (Extravagante 38, MGH LL 4 S. 589; Zusatz: <em>et ideo non debemus <\/em>\u2013 <em>inprobandi simus<\/em>). Das Kapitel befasst sich mit dem Besitz von Klerikern, der nach deren Weihe der Kirche zufallen sollte, was aber nicht immer beachtet wurde. Der Zusatz im Liber Papiensis f\u00fcgt hinzu, dass bei einem Verdacht der Entfremdung von Kirchengut in diesem Zusammenhang nicht vorschnell geurteilt werden sollte. Auch bei c. 37 handelt es sich um ein inhaltlich abgewandeltes Kapitel Ludwigs des Frommen (<a title=\"zum Kapitular\" href=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/capit\/ldf\/bk-nr-188\/\" target=\"blank_\" rel=\"noopener noreferrer\">BK 188<\/a> c. 2 = Extravagante 37, MGH LL 4 S. 589). In dieser abweichenden Fassung wird die Anwendung des Inquisitionsbeweises, die Ludwig der Fromme in Prozessen um Fiskalgut vorschrieb, auf solche um Kirchengut erweitert.<\/p>\n<p>Alle \u00fcbrigen Kapitel des Blocks sind jedoch Exzerpte aus Kapitularien der Vorg\u00e4nger Ludwigs II. von Karl dem Gro\u00dfen bis zu Lothar I. sowie auffallend viele Ausz\u00fcge aus Konzilsakten (17 von 43 Kapiteln). Nach welchen Kriterien diese Einzelkapitel ausgew\u00e4hlt wurden, ist nicht erkennbar, und sie sind noch nicht einmal in der Reihenfolge kopiert, in der sie innerhalb der jeweiligen Quelle standen (vgl. die Tabelle oben). Besonders auff\u00e4llig wird dies an zwei Stellen: Kapitel 8 entspricht <a title=\"zum Kapitular\" href=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/capit\/ldf\/bk-nr-201\/\" target=\"blank_\" rel=\"noopener noreferrer\">BK 201<\/a> c. 14, dem letzten Kapitel des Capitulare Papiense Lothars von 832, das in Form eines Epilogs res\u00fcmiert, dass alle vorangehenden, aus den Kapitularien der Vorg\u00e4nger exzerpierten Kapitel wie Gesetze beachtet werden sollten. Von diesen ist in der 43 Kapitel-Liste aber nur ein einziges ebenfalls aufgenommen worden, welches sich zudem erst an viel sp\u00e4terer Stelle in der Liste findet (c. 35 = BK 201 c. 3). Bei c. 2 ist \u00c4hnliches zu beobachten: Es entspricht <a title=\"zum Kapitular\" href=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/capit\/pre814\/bk-nr-100\/\" target=\"blank_\" rel=\"noopener noreferrer\">BK 100<\/a> c. 2 (von Boretius Pippin von Italien zugeschrieben, 800\u2013810?), das verf\u00fcgt: Wer das vorangehende Kapitel (<em>hoc capitulo<\/em>) missachtet, nachdem es bekannt gemacht wurde, soll den doppelten K\u00f6nigsbann entrichten und von einer Synode gem\u00e4\u00df den Kanones verurteilt werden. Im originalen Kapitular war mit \u201ediesem Kapitel\u201c BK 100 c. 1 gemeint (Priester d\u00fcrfen nicht mit Frauen zusammenleben), in der 43 Kapitel-Liste folgt dieses Kapitel erst als c. 5. In beiden F\u00e4llen ist der urspr\u00fcngliche Zusammenhang zwischen den Kapiteln durch ihre getrennte Platzierung innerhalb der 43 Kapitel-Liste also nicht mehr erkennbar. Auch beim Kopieren der Liste in die Mail\u00e4nder Handschrift scheint etwas in Unordnung geraten zu sein, wie sich an anderer Stelle zeigt: Vor c. 9 ist ohne eigene Z\u00e4hlung der fragmentarische Anfang des Capitulare de iustitio Ottos III. (996\u20131002, MGH Const. 1 S. 48, bis <em>legis edictum<\/em>) eingeschoben, das in derselben Handschrift auf fol. 75r\u2013v noch einmal vollst\u00e4ndig \u00fcberliefert ist. Dabei handelte es sich offenbar um einen Irrtum, den der Schreiber selbst bemerkte, weil er die Kopie mitten im Text abbrach und am Rand entschuldigend erkl\u00e4rte: <em>Non debet scribi cap.<\/em> <em>isto<\/em> (fol. 34r).<\/p>\n<div align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/cap\/publ\/material\/COM_2021.10_Mailand-O-55-sup_fol.34r.png\" alt=\"\" width=\"872\" height=\"205\" \/><\/div>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: x-small;\">Abb.: Schreibernotiz am Rand der 43 Kapitel-Liste. Mailand, Biblioteca Ambrosiana, O. 55 sup., fol. 34r (Ausschnitt). (@Biblioteca Ambrosiana)<\/span><\/p>\n<p>Obwohl die Liste nicht nur Exzerpte aus Texten enth\u00e4lt, die f\u00fcr Italien bestimmt waren \u2013 auffallend sind z.B. die beiden Exzerpte aus der r\u00e4tischen Lex Romana Curiensis \u2013 ist sie in Italien kompiliert worden, denn alle der darin eingeflossenen Quellen waren nachweislich dort verbreitet (Mayer E 1905 S. 18f., Meyer-Marthaler, Lex Romana Curiensis S. XXVII). Einige Texte sind sogar nur aus der italienischen \u00dcberlieferung bekannt: Die bereits erw\u00e4hnten Kapitel 5 und 22, die aus dem Kapitular Pippins von Italien (BK 100) stammen, werden nur von der Handschrift <a title=\"zur Handschriftenseite\" href=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/mss\/ivrea-bc-xxxiv\/\" target=\"blank_\" rel=\"noopener noreferrer\">Ivrea, Biblioteca Capitolare, XXXIV<\/a> (um 830, Oberitalien) und dem Liber Papiensis tradiert. Bei c. 23 und 33 handelt es sich um c. 31 und 37 des Konzils von Reisbach, Freising und Salzburg 800, die beide nur in der einzigen vollst\u00e4ndigen \u00dcberlieferung in der Handschrift <a title=\"zur Handschriftenseite\" href=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/mss\/wolfenbuettel-hab-blankenb-130\/\" target=\"blank_\" rel=\"noopener noreferrer\">Wolfenb\u00fcttel, HAB, Cod. Guelf. 130 Blank.<\/a> (3. Viertel 9. Jh. [nach 855], Oberitalien [Pavia?]) enthalten sind. Die Handschriften aus Ivrea und Wolfenb\u00fcttel werden in enge Verbindung mit dem K\u00f6nigshof in Pavia gebracht. Auch die f\u00fcr die 43 Kapitel-Liste verwendeten Quellen stammen daher h\u00f6chstwahrscheinlich aus dem Umfeld des Hofes. Die kleine Sammlung mit ihren Unikaten stellt einen bislang noch nicht ausreichend gew\u00fcrdigten Textzeugen f\u00fcr die \u00dcberlieferung der Kapitularien dar, auch wenn die Auswahl- und Ordnungskriterien des Sammlers vorerst ebenso schwer nachzuvollziehen sind wie die Gr\u00fcnde, warum er dieses Sammelsurium an Exzerpten als Gesetzgebung Ludwigs II. verstand.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>B. Mischke<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/mss\/mailand-ba-o-55\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Zur Handschriftenseite<\/a> (Beschreibung nach Mordek und Transkription)<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<p>Muratori, Antonio: Rerum Italicarum Scriptores 1, 2 (Mailand 1723) S. 160\u2013163<br \/>\nBethmann, Ludwig: II. Die Gesetze, in Archiv der Gesellschaft f\u00fcr \u00c4ltere Deutsche Geschichtkunde 5 (1824), S. 246\u2013277<br \/>\n<a title=\"Zur Bibliographie\" href=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/resources\/biblio#Pertz_G_1835\">Pertz G 1835<\/a> S. 524\u2013527<br \/>\n<a title=\"Zur Bibliographie\" href=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/resources\/biblio#Boretius_1864\">Boretius 1864<\/a> S. 192\u2013195<br \/>\n<a title=\"Zur Bibliographie\" href=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/resources\/biblio#Boretius_1868\">Boretius 1868<\/a> S. XCI\u2013XCIII<br \/>\n<a title=\"Zur Bibliographie\" href=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/resources\/biblio#M\u00fchlbacher_1877\">M\u00fchlbacher 1877<\/a>, S. 468-470<br \/>\n<a title=\"Zur Bibliographie\" href=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/resources\/biblio#Conrat_1891\">Conrat 1891<\/a> S. 274\u2013276 und S. 284\u2013286<br \/>\n<a title=\"Zur Bibliographie\" href=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/resources\/biblio#Mayer_E_1905\">Mayer E 1905<\/a> S. 17\u201320 und S. 42<br \/>\nMeyer-Marthaler, Elisabeth: Lex Romana Curiensis (Die Rechtsquellen des Kantons Graub\u00fcnden, Bd. A, 1), Aarau 1966, S. XXVI\u2013XXVIII<br \/>\n<a title=\"Zur Bibliographie\" href=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/resources\/biblio#Radding_1988\">Radding 1988<\/a> S. 81f.<br \/>\n<a title=\"Zur Bibliographie\" href=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/resources\/biblio#Mordek_1995\">Mordek 1995<\/a> S. 243\u2013250<br \/>\n<a title=\"Zur Bibliographie\" href=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/resources\/biblio#Geiselhart_2002\">Geiselhart 2002<\/a> S. 215\u2013218<br \/>\n<a title=\"Zur Bibliographie\" href=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/resources\/biblio#Kaiser_W_2007\">Kaiser W 2007<\/a> S. 260\u2013262<br \/>\n<a title=\"Zur Bibliographie\" href=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/resources\/biblio#Radding_2007\">Radding 2007<\/a> S. 78\u201380<br \/>\n<a title=\"Zur Bibliographie\" href=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/resources\/biblio#Radding_2018\">Radding 2018<\/a> S. 296f.<br \/>\n<a title=\"Zur Bibliographie\" href=\"http:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/resources\/biblio#Trump_2021\">Trump 2021<\/a> S. 215<br \/>\nGobbitt, Thom: The Liber Papiensis in the Long Eleventh Century. Manuscripts, Materiality and <em>Mise-en-Page<\/em> (im Druck)<\/p>\n       <div class=\"cite_as\">\n         <h5>How to cite<\/h5>\n         <div>\n           <span class=\"author\">Britta Mischke<\/author>,\n           <span class=\"title\">Collection of the Month October 2021: The 43 Chapter List in Ms. Milan O. 55 sup.<\/title>,\n           in: Capitularia. Edition of the Frankish Capitularies, ed. by\n           Karl Ubl and collaborators, Cologne 2014 ff.\n           \n           URL: https:\/\/capitularia.uni-koeln.de\/en\/blog\/sammlung-des-monats-oktober-2021\/ (accessed on 04\/15\/2026)\n         <\/div>\n       <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine bekannte Kapitularienrezeption stellt der Liber Papiensis dar, der im ausgehenden 10. oder Anfang des 11. Jahrhunderts im Regnum Italiae entstand und das langobardische Edikt mit den fr\u00e4nkischen Kapitularien in einem Rechtsbuch vereinte. 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