Arbeitsabläufe

Die Auszeichnung der Transkriptionen in XML/TEI erfolgt gemäß den projektinternen Transkriptionsrichtlinien.
Die Bearbeitung der Handschriften mit Kapitularienüberlieferungen erfolgt in folgenden Schritten:

Anlegen einer Handschriftenseite
  • In einem ersten Schritt werden aus den Handschriftenbeschreibungen Mordeks eigene Seiten für jede Handschrift generiert. Dies erfolgt größtenteils automatisiert durch Verarbeitung der mit OCR erfassten und in XML codierten Beschreibungen aus Mordeks Bibliotheca (Mordek 1995). Die so entstandenen Handschriftenseiten enthalten alle Informationen der gedruckten Ausgabe von Mordek, z.T. in neu geordneter Präsentation, jedoch zunächst unkorrigiert hinsichtlich möglicher Fehler, die bei der Erfassung mit OCR oder der Verarbeitung von XML in HTML entstehen können.
Erstellen von Transkriptionen
  • Im nächsten Bearbeitungsschritt werden die Handschriftenseiten durch Transkriptionen ausgewählter Texte der Handschriften ergänzt. In diesem Zusammenhang erfolgt auch eine Korrektur und ggf. Ergänzung der aus Mordek generierten Handschriftenbeschreibung.
  • Die Transkriptionen werden von jeweils einer/m Mitarbeiter/in nach den projektinternen Transkriptionsrichtlinien angefertigt und von zwei weiteren geprüft. Die Benennung der Verantwortlichen erfolgt im Responsibility Statement (<respStmt/>) der XML-Quelldateien, die als Download zur Verfügung gestellt werden.
  • Die Auswahl der zu transkribierenden Texte richtet sich nach den laufenden Arbeiten an der kritischen Edition. Daher werden die in den Handschriften individuell zusammengestellten Kapitulariensammlungen zunächst nicht vollständig, sondern stückweise transkribiert (zunächst diejenigen Texte, die von Ludwig dem Frommen ausgingen) und mit dem Fortschreiten der Editionsarbeiten sukzessive ergänzt.
  • Beobachtungen zu paläographischen und kodikologischen Aspekten sowie zur Gliederung der Hs. und Benutzungsspuren werden während der Transkriptionsarbeit in einer editorischen Vorbemerkung festgehalten, die den Transkriptionen vorangestellt ist.
  • Als Vorlage für die Transkriptionen dienen entweder, wo verfügbar, öffentlich zugängliche Internet-Digitalisate (auf diese wird am Anfang der Handschriftenseiten verlinkt), anderenfalls Mikrofilme aus dem privaten Archiv Mordeks in Freiburg, neu erstellte Digitalisate aus Archiven und Bibliotheken im Apparat des Projekts oder Privataufnahmen. Wenn es sich aufgrund mangelnder Qualität der verfügbaren Abbildungen als notwendig erweist, werden Kollationen am Original vorgenommen. Angaben zur Transkriptionsvorlage finden sich zu Beginn der editorischen Vorbemerkung.
  • Die Erstveröffentlichung einer Transkription auf der Webseite erfolgt nach dem abgeschlossenen zweiten Korrekturdurchgang. Wenn weitere Teile der Hs. transkribiert werden, werden diese ebenfalls erst veröffentlicht, nachdem ein weiterer doppelter Korrekturdurchgang abgeschlossen ist (s.u.).
  • Die veröffentlichten Texte sind daher (relativ) stabil und keinen laufenden Änderungen unterworfen. Änderungen an den Dateien, die nach der Veröffentlichung vorgenommen werden, werden am Ende der Handschriftenseite (Abschnitt “Hinweise”) in einer Versionsgeschichte dokumentiert. Dabei werden nur größere Änderungen (Ergänzungen von Transkriptionen weiterer Texte in einer Hs., wichtige Änderungen am bereits publizierten Editionstext, größere Überarbeitungen) knapp beschrieben, also keine Korrekturen von Tippfehlern etc.
Erweitern der Transkriptionen
  • Mit dem Fortschreiten der Editionsarbeiten werden die Transkriptionen der Kapitulariensammlungen in den Handschriften stückweise ergänzt. Die Verantwortung für die einzelnen Bearbeitungsschritte (Transkription, erster und zweiter Prüfdurchgang) bleiben dabei jeweils bei der/demselbe/n Mitarbeiter/in, die/der die Handschrift auch bei der Ersterstellung der Datei bearbeitet hat (sofern die interne Projektorganisation dies zulässt).
  • Die alte Dateiversion wird erst dann durch die um neue Texte erweiterte Version ersetzt, wenn die neu transkribierten Textteile den doppelten Korrekturdurchgang durchlaufen haben (s.o.).
  • Die Ergänzung um weitere Texte wird in der Versionsgeschichte am Ende jeder Handschriftenseite mit dem Veröffentlichungsdatum der erweiterten Dateiversion vermerkt.

Grundlagen der Auszeichnung in XML
Standards

Die Transkriptionen werden in XML ausgezeichnet. Die Anlage und Bearbeitung der Dateien erfolgt mithilfe des oxygen XML Editor.
Die Transkriptionsrichtlinien entsprechen den Standards der Text Encoding Initiative (TEI P5). Sie basieren auf umfassenden Vorarbeiten von Annette Grabowsky (Tübingen) und Clemens Radl (München) und wurden vom Mitarbeiterteam des Kölner Kapitularienprojektes in enger Kooperation mit Franz Fischer (CCeH, Köln) an die Anforderungen des Projektes angepasst und erweitert.
Die Vergabe von Identifikatoren (IDs) orientiert sich an den Kriterien, die im Rahmen des Bibliotheca legum-Projektes (Daniela Schulz, Dominik Trump; Köln) entwickelt wurden.

Das Grundprinzip der Auszeichnung von Daten mit XML ist die Trennung von Form und Inhalt. Alle Informationen über die Daten (in unserem Zusammenhang: den Text), die üblicherweise nur indirekt über die (Präsentations-)Form, z.B. durch das Layout eines Textes, transportiert werden, werden in einer XML-Datei durch die Auszeichnung/Codierung explizit gemacht. Die XML-Datei enthält daher sowohl den Wortlaut des Textes als auch alle Metainformationen über den Text, die im XML-Code menschenlesbar an den jeweiligen Textstellen hinterlegt sind. Im Zuge der weiteren Verarbeitung der Daten mit XSL können diese Metainformationen auf verschiedene Weise in vollständigem oder reduziertem Umfang dargestellt werden, je nachdem, für welchen Bedarf und in welchem Ausgabeformat (HTML, pdf etc.) die Präsentation des Textes erstellt wird.
Die verschiedenen Präsentationsformen der Texte bieten immer eine gefilterte und aufbereitete Version der Informationen, die im Verlauf der Editionsarbeiten gesammelt und im Code der XML-Datei explizit gemacht werden. Die umfassendsten Informationen bietet daher im Zweifelsfall nur die zugrundeliegende XML-Datei, die als alternative Ansicht zur HTML-Präsentation bereitgestellt wird.
Die Transkriptionsrichtlinien formulieren daher nicht nur die bei der Transkription befolgten Regeln, sondern liefern auch die jeweils für den Einzelfall verwendete XML-Codierung mit.

Projektspezifische Modifikationen

Eine grundlegende Abweichung vom Modell, das in vielen anderen Projekten angewendet wird, ist dem spezifischen Charakter der Kapitularien geschuldet. Üblicherweise werden Texte bei der Auszeichnung in XML gemäß TEI in divisions (<div/>) und paragraphs (<p/>) unterteilt; eine Einteilung, die eng an das Erscheinungsbild gedruckter Bücher angelehnt ist.
Diese Art der Textgliederung setzt jedoch Texte voraus, deren einzelne Teile sich klar voneinander abgrenzen und in eine interne Hierarchie bringen lassen. Beides trifft auf die Kapitularien nicht zu, die in den Handschriften in Form von Kapitellisten tradiert werden, deren Umfang, Abfolge und Gliederungsstruktur z. T. erheblich voneinander abweichen. Um die individuelle Struktur der einzelnen Handschriften möglichst genau wiederzugeben und vorschnelle Festlegungen zu vermeiden, wurde eine möglichst offene Form der Textstrukturierung gewählt, die bewusst auf bereits existierende Einteilungskriterien, wie sie durch die bisher maßgebliche Edition von Boretius/Krause (i. f. BK) oder andere, von außen an die Quellen herangetragene Vorstellungen vorgegeben sind, verzichtet.
Als Einteilungskriterium für einen Textabschnitt dient die visuelle Gestaltung einer Handschrift („Layout“). Die vom Schreiber durch das Layout als zusammenhängende Abschnitte kenntlich gemachten Textteile werden jeweils in anonymous blocks (<ab/>) gefasst. Dabei werden ohne Rücksicht auf den Inhalt alle Teile gleich behandelt; ein sehr grobes inhaltliches Kriterium kommt lediglich durch die Unterscheidung der Blöcke in die Typen „text“ und „meta-text“ hinzu. Unter die letzte Kategorie fallen dabei alle Bestandteile des Textes, die optisch vom „normalen“ Fließtext abgesetzt sind (z.B. in anderer Farbe oder durch Auszeichnungsschrift hervorgehoben, i.d.R. Überschriften, Kapitelzählung etc.).
Die Interpretation dieser neutralen Textblöcke hinsichtlich ihrer Zusammengehörigkeit oder Hierarchisierung wird erst bei der Erstellung der kritischen Edition vorgenommen.

Dateiaufbau

Jede XML-Datei ist zweigeteilt: der <teiHeader/> enthält Metadaten zur Datei und ihren Inhalten, der <text/> enthält das eigentliche Textkorpus.
Diese beiden Teile werden eingerahmt von einer obligatorischen Deklaration der Datei als TEI-Dokument, der Angabe der verwendeten XML-Version sowie ggf. Verarbeitungsanweisungen.

teiHeader

<Eckige Klammern> kennzeichnen die zentralen Bausteine der XML-Syntax, ein Element; @ steht für ein Attribut, das das jeweilige Element näher charakterisiert. Desc = description, Stmt = statement; eingerückte Teile verdeutlichen die Abhängigkeit des betreffenden Elements vom jeweils vorangehenden.

Der <teiHeader> enthält folgende Metadaten:

<fileDesc/>: Beschreibung der Inhalte der Datei, mit folgenden Unterpunkten:

<titleStmt/>: Angaben zum Titel der Datei und zu Autoren/Verantwortlichen
<title/>: Überschrift, Kopfzeile
<respStmt/>: Nennung der inhaltlich Verantwortlichen
<persName/>: Name der Person, die die Tätigkeit ausgeführt hat
<resp/>: Tätigkeit der genannten Person
<funder/>: Nennung der fördernden Institution
<publicationStmt/>: Angaben zur Veröffentlichung
<publisher/>: Angaben zum Herausgeber
<availability/>: Angabe der Nutzungsbedingungen
<date/>: Veröffentlichungsdatum der Datei
<sourceDesc/>: Angaben zur Transkriptionsvorlage
<msDesc/>: Beschreibung der Handschrift und ihres Inhaltes
<msIdentifier/>: Angaben zum Archivort und zur Signatur der Hs.
<head/>: Kurzbeschreibung mit den für einen Katalogeintrag relevanten Informationen Titel, Entstehungszeit und -ort
<msContents/>: Inhalte der (Sammel-) Handschrift
<physDesc/>: kodikologische und paläographische Beschreibung der Hs.
<history/>: Beschreibung der Herkunft, Verkaufs- und Besitzgeschichte der Hs.
<additional/>: Verweise auf Reproduktionen der Hs. sowie bibliographische Angaben der Literatur zur Hs.

<encodingDesc/>: Angaben zum Projekt und zu den Transkriptionen
<encodingDesc/>: Angaben zur Transkriptionsvorlage
<projectDesc/>: Link zur Projektbeschreibung auf der Projekthompage
<editorialDecl/>: Link zu den Transkriptionsrichtlinien auf der Projekthomepage

<revisionDesc/>: Protokoll der Überarbeitungen, die nach der Veröffentlichung der Datei vorgenommen werden
<change/>: Angaben zur Art der Überarbeitung, zum Bearbeiter und zum Bearbeitungsdatum

Zwischen <teiHeader/> und <text/> werden in einem Element <facsimile/> digitale, online verfügbare Reproduktionen der Hs. mittels ihrer URL angegeben.

text

Der <text/> enthält eine editorische Vorbemerkung sowie die Transkription mit ihren Auszeichnungen.

Das Unterelement <front/> enthält ein Inhaltsverzeichnis der transkribierten Textteile und die verschiedenen Aspekte der editorischen Vorbemerkung: ausführliche Beschreibungen paläographischer und kodikologischer Befunde, eine Analyse der durch das Layout sichtbar gemachten Gliederungsstruktur des Textes sowie ggf. weitere Beobachtungen.

<front>
<div type=”content”/>: Inhaltsverzeichnis
<div type=”mshist”/>: Allgemeines zur Handschrift, insbes. zu ihrer Geschichte, auf der Basis neuerer Literatur
<div type=”scribe”/>: Nähere Angaben zum Schreiber bzw. zu verschiedenen Händen, im letzteren Fall, soweit möglich, mit Angabe ihres Auftretens in der Handschrift sowie zu Eigenheiten der einzelnen Hände
<div type=”letters”/>: Beschreibung charakteristischer/ungewöhnlicher Buchstabenformen
<div type=”abbreviations”/>: Beschreibung charakteristischer/ungewöhnlicher Kürzungen
<div type=”punctuation”/>: Beschreibung der Interpunktion
<div type=”structure”/>: Analyse der Gliederungsstruktur des Textes und Beschreibung der dazu verwendeten Gestaltungsmittel
<div type=”annotations”/>: Angaben zu Benutzungsspuren, Randnotizen etc.
<div type=”other”/>: Weitere Beobachtungen, z.B. Dokumentation von Pergamentschäden etc.

Das Unterelement <body/> enthält den eigentlichen Text. Für die Wiedergabe der Gliederung des transkribierten Textes stehen folgende Elemente zur Verfügung (die nicht immer alle Verwendung finden müssen):

<ab type=”meta-text”/>: Alle Textbestandteile, die sich optisch vom „normalen“ Text abheben (in anderer Farbe oder in Auszeichnungsschrift geschrieben; i.d.R. betrifft dies Überschriften, Inscriptiones, Incipits/Explicits, Kapitelnummern etc. Treten mehrere dieser Bestandteile in Kombination auf, so werden diese in einem <ab/> zusammengefasst und als ein einziger Textabschnitt gezählt; s.u.: Vergabe von xml:ids). Eine Ausnahme wird dort gemacht, wo die Überschrift zu einem Kapitular optisch ohne erkennbare Absetzung übergeht in die Überschrift zum ersten Kapitel: Hier werden zwei separate <ab type=”meta-text”/> vergeben.)

<seg type=”numDenom”/>: originale Bezeichnung des Textabschnittes (z.B. capitulum o.ä.)
<seg type=”num” n=”[x]”/>: Nummerierung, @n gibt die normalisierte Zählung an (z.B. <seg type=”num” n=”1″>primum</seg>)

<ab type=”text”>: Jeder als Einheit zu identifizierende Textteil, der in „normaler“, d.h. für die jeweilige Hs. typischer und nicht optisch hervorgehobener Schrift verfasst ist.

<seg type=”initial”>: Initialen (wird für jede Form von Initialen, auch Versalien, verwendet.)

Dateiaufbau im Überblick (Beispiel):

<text>
<body>
<ab type=”meta-text”>
<seg type=”numDenom”>capitulum</seg>
<seg type=”num” n=”1″>primum</seg>
</ab>
<ab type=”text”>
<seg type=”initial”>V</seg>olumus ut missi nostri …
</ab>
</body>
</text>

Identifizierung von Textteilen
Vergabe von xml:ids

Jeder als Einheit erkennbare Textabschnitt in den Hss. erhält eine eigene, handschriftenspezifische Identifikationsnummer (ID).

Diese setzt sich wie folgt zusammen:
Archivort – Archivname – Signatur – Folio-/Seitenangabe (bei folia: + r/v) + ggf. a/b [Spalte] – Nummer des Abschnittes (auf jeder Seite neu einsetzende Zählung; reicht ein Abschnitt über zwei Seiten, so setzt die neue Zählung nicht direkt mit der neuen Seite, sondern erst nach dem Ende des fortgeführten Abschnittes ein.)

Bsp.:
xml:id=”barcelona-aca-ripoll-40-6rb-5″ (Foliierung, mit Spaltenzählung)
xml:id=”paris-bn-lat-10758-271-6-1″ (Paginierung, ohne Spaltenzählung)

Referenzierung

Als Ergebnis der Analyse der Zusammensetzung und des Textbestandes der Kapitelsammlungen in den überliefernden Hss. wird eine neue Gesamtstruktur des Textkorpus erarbeitet, die das Gerüst der zukünftigen kritischen Edition bilden wird. In der Zwischenzeit dient die Struktur der Edition von BK als vorläufige Referenz, um die in den Hss. verstreuten, gleichlautenden Textpassagen auffinden und einander zuordnen zu können.
Die Definition der xml:ids für die Textabschnitte wird nach folgendem Muster vorgenommen:

<div type=”capitulare” xml:id=”BK.xy”> Kapitular bei BK
<div type=”capitulum” xml:id=”BK.xy_1″> Kapitel bei BK
<div type=”incipit” xml:id=”BK.xy_incipit”> Rubriken zu Kapitellisten
<div type=”inscriptio” xml:id=”BK.xy_1_inscriptio”> Rubriken zu einzelnen Kapiteln

Sonderfälle:
BK 185: BK edieren zwei Fassungen, die mit 185A und B benannt werden, was wir übernommen haben: <div type=”capitulare” xml:id=”BK.185A”> bzw. 185B.

In Einzelfällen (BK 184, 187, 189) wird eine feinere Gliederung vorgenommen, um eine genauere Referenzierung einzelner Textteile zu ermöglichen.

<div type=”inscriptio” xml:id=”BK.187_inscriptio_1″> (Zwischen)Überschriften
<div type=”capitulum” xml:id=”BK.187_a”> Absätze

(Präzedenzfall BK 187: In diesem Kapitular haben BK keine Kapitelgliederung vorgenommen, den Text aber durch Absätze und hervorgehobene Zwischenüberschriften dennoch untergliedert. Die maßgebliche Hs. (Barcelona Ripoll 40) weist demgegenüber einen durch Überschriften und Kapitel durchstrukturierten Text auf, dessen Einteilung teilweise mit den von BK nur implizit durch die Typographie suggerierten Abschnitten übereinstimmt. Daher erschien es hier sinnvoll, auch den BK-Text explizit zu gliedern. Analog hierzu wurden auch BK 184 und 189 in zwei Unterabschnitte (a, b) aufgeteilt (Einschnitt jeweils vor „Volumus etiam …“).)

Aus den Transkriptionsdateien wird mittels @corresp auf diese IDs verwiesen:
<ab type=“meta-text“ corresp=”BK.xy_inscriptio”>
<ab type=“text“ corresp=”BK.xy_1″>

Das @corresp kann auf mehr als ein Kapitel/einen Textabschnitt bei BK verweisen, wenn die Hs. Textteile, die bei BK auf mehrere Kapitel/Kapitularien verteilt sind, in ein und demselben Absatz versammelt.

Bsp.: <ab type=”meta-text” xml:id=”berlin-sb-phill-1762-70v-9″ corresp=”BK.184 BK.186_inscriptio”>
Beginnt ein neues Kapitel mitten im Text, werden innerhalb des <ab/> alle jeweils zu einem Kapitel gehörenden Textteile zusätzlich in <span/>s gesetzt:

<span corresp=”BK.184_b” to=”berlin-sb-phill-1762-71r-1_2″/>Uolumus etiam … octauas paschae . <anchor xml:id=”berlin-sb-phill-1762-71r-1_2″/>

Der Anfang des Textabschnittes wird jeweils durch ein leeres <span/>-Element markiert, in dem sich das @corresp mit dem Verweis auf die entsprechende Stelle bei BK sowie ein @to befinden; letzteres verweist auf die xml:id, mit dem das Ende des Textabschnittes markiert wird. Am Ende des Abschnittes wird ein leeres <anchor>-Element gesetzt, das die xml:id enthält (= die xml:id des <ab/>, in dem die <span/> enthalten ist, mit dem Zusatz „_1“, „_2“, „_3“ etc.

Meta-Text, der nur die Angabe einer Kapitelzählung o.ä. enthält, wird nicht referenziert (ob BK überhaupt eine, und wenn ja, dieselbe Zählung haben, geht indirekt aus dem @corresp des unmittelbar folgenden Textteils hervor).

Bei der späteren Verarbeitung – bspw. Abfrage, welche Textteile bei BK nicht vorhanden sind – müssen die entsprechenden Textblöcke dann vorher herausgefiltert werden.
Abgesehen von diesem Sonderfall bedeutet das Fehlen eines @corresp, dass die Hs. Zusätze enthält, die sich im von BK edierten Text nicht finden.
Wenn man darauf aufmerksam machen möchte, dass sich der betreffende Text zwar nicht im Editionstext von BK findet, wohl aber an versteckter Stelle (innerhalb von Anmerkungen oder der Vorbemerkung zu einem Kapitular), geschieht dies in einer <note/> mit bibliographischer Angabe der Stelle bei BK.
Zusätzlich werden <milestone/>s gesetzt, um den Anfang eines neuen Kapitulars in den Transkriptionsdateien leichter auffindbar zu machen:

<milestone unit=”capitulare” n=”BK.193″/>

Beginnt ein neues Kapitular mitten im Text, wird der <milestone/> zusätzlich zu den <span/>s (s.o.) an der entsprechenden Stelle gesetzt:

… Missi uero nostri suam incipient legationem peragere octauas paschae . <anchor …/> <milestone unit=”capitulare” n=”BK.186″/><span …/>haec capitula ab episcopis tractanda sunt …

Enthält die Handschrift Kopien aus demselben Kapitular an unterschiedlichen Stellen, werden die @n der milestones erweitert: n=”BK.193_1″ an der Stelle, an der sich eine weitere Kopie des Kapitulars befindet, n=”BK.193_2″ etc. für weitere Stellen. Gleiches gilt für mehrere Kapitelverzeichnisse (Capitulationes) an unterschiedlichen Stellen.

Enthält eine Handschrift eine oder mehrere Capitulationes, werden diese mit transkribiert, wobei bei umfangreichen Kapitelverzeichnissen nur diejenigen Einträge berücksichtigt werden, die sich auf die transkribierten Texte beziehen.

Bsp.:
<list>
<item n=”1″>
<ptr target=”#wolfenbuettel-hab-blankenb-130-69r-4″ type=”internal”
/>[Incipit]<list>
<item n=”1.1″>
<ptr target=”#wolfenbuettel-hab-blankenb-130-69r-5″ type=”internal”
/>[Inscriptio 1]</item>
<item n=”1.2″>
<ptr target=”#wolfenbuettel-hab-blankenb-130-69r-6″ type=”internal”
/>[Inscriptio 2]</item>
(…)
</list>
</item>
</list>

Den Capitulationes wird jeweils ein <milestone/> mit folgender Benennung vorangestellt:

<milestone unit=”capitulatio” n=”Capitulatio”/>

Verweise

Wenn innerhalb der editorischen Vorbemerkung ein Phänomen beschrieben wird, für das ein Beispiel angegeben wird, so wird auf die entsprechende Stelle in der Hs. mit Angabe von fol./S. und Zeile verwiesen und die gesamte Angabe vorerst pauschal mit <locus> ausgezeichnet:

… vgl. <locus>fol. 5ra Z. 8</locus>.

Enthält eine Folioangabe noch die Ergänzung „bis“, „ter“ etc., werden diese Angaben zwecks besserer Unterscheidung von r/v und a/b/c in runde Klammern gesetzt; Bsp.: <locus>fol. 92(bis)ra</locus>.

Später können diese Verweise nachbearbeitet werden, so dass eine direkte Verlinkung zur entsprechenden Stelle in der Transkriptionsdatei oder ggf. dem Digitalisat möglich wird.