Capitularia - Edition der fränkischen Herrschererlasse

Kapitular des Monats März 2017: “Capitula legi Salicae addita” [BK 142]

Die Kapitularien sind in ihrer Gestalt und in ihrem Inhalt so heterogen, dass es bislang nicht gelungen ist, eine allen Ansprüchen und Einsprüchen genügende Definition zu finden. Die Capitula legi Salicae addita aus der Zeit Ludwigs des Frommen gehören zu jenen Stücken, die sich nur sehr schwer als „Erlasse der Staatsgewalt“ (Ganshof) oder als „Herrschererlasse“ […]

Handschrift des Monats November 2018: New Haven, The Beinecke Library, MS 413

Ein Meisterwerk aus Reims, Tours oder sogar Sens? Nahezu alle Kapitularienhandschriften sind gewöhnliche Gebrauchshandschriften aus mäßigem Pergament und ohne großen Pomp. Hingegen verbirgt sich hinter der Signatur der Yale University, The Beinecke Rare Book and Manuscript Library, MS 413 aus New Haven eine wahre Augenweide. Auf feinem Pergament, von dem ursprünglich verschwenderisch viele Seiten frei […]

Neu veröffentlicht

Als Vorarbeit zur kritischen Edition der Regni divisio Ludwigs des Frommen (BK 194), die den Text der Divisio regnorum Karls des Großen (BK 45) als Vorlage benutzt hat, wurden die wichtigsten Überlieferungen der Reichsteilung von 806 transkribiert. Eine von nur zwei mittelalterlichen Überlieferungen, ein Fragment aus der 1. Hälfte des 10. Jahrhunderts in sehr schlechtem […]

Workshop zum 1250. Todestag Pippins des Jüngeren

Am 24. September 2018 jährt sich der Todestag Pippins des Jüngeren (751/752-768), des ersten Karolingers auf dem Königsthron, zum 1250. Mal. Aus diesem Anlaß findet am 24. – 25. September ein internationaler Workshop an der Universität zu Köln statt, der die Elemente der Erneuerung des Frankenreichs unter diesem Herrscher beleuchtet. Die Tagung ist öffentlich, Gäste […]

Handschrift des Monats September 2018: Vatikan, BAV, Reg. lat. 520

Nur die wenigsten der etwa 300 erhaltenen Handschriften mit fränkischen Kapitularien sind reine Kapitularienhandschriften. Die meisten enthalten daneben weitere Texte der unterschiedlichsten Art, wie etwa Volksrechte, Konzilsakten, Kirchenrechtssammlungen, Predigten, Urkunden und Formelsammlungen, theologische, exegetische und enzyklopädische Ausführungen, oder Briefe. Zwei Gattungen sind jedoch auffällig dünn vertreten: Hagiographie und Historiographie. Jennifer Davis hat auf Grundlage von […]

Handschrift des Monats August 2018: Paris, BnF, Lat. 9654

Die Wahrheit liegt auf dem Rand Der im 10./11. Jahrhundert wohl in Metz entstandene Latinus 9654 der französischen Nationalbibliothek ist eine wahrlich stattliche Sammlung frühmittelalterlicher Rechtstexte (Bühler A 1986, S. 369-372; Mordek 1995, S. 562-578; Schmitz G 1996, S. 133-135; West C 2010, S. 360-373). Auf seinen 172 Blättern versammelt er am Schluss die Leges […]

IMC Leeds 2018

Vom 02. – 05. Juli 2018 fand in Leeds der International Medieval Congress statt, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum feierte. Zwei Mitarbeiter des Kapitularien-Projektes waren mit eigenen Präsentationen vertreten: Sören Kaschke: Rewriting Histor(iograph)y: The Annales Petaviani (Session 348: Minor Annals, II: Problems and Perspectives; Organisatoren: Sören Kaschke und Bart Jeremy van Hees, Departement […]

Handschrift des Monats Juli 2018: Paris, BnF, Lat. 4613

Verluste und Verwirrungen sind ein gängiges Problem bei der Arbeit mit der erhaltenen Überlieferung von Kapitularien. Im Falle einer Störung der ursprünglichen Gestalt einer Handschrift durch Lagenvertauschung, etwa nach einer Neubindung, lässt sich diese zum Glück oft noch mit hinreichender Sicherheit rekonstruieren. Wo sie sich erhalten haben, sind Kustoden dabei eine große Hilfe – die […]

Rezeption von Kapitularien in Kanonessammlungen

In unserer Rubrik “Materialien” steht nun eine Konkordanz zu den in den Kanonessammlungen des frühen Mittelalters rezipierten Kapitularien zur Verfügung. Sie wurde von unserem Mitarbeiter Dominik Leyendecker auf Basis von Valeska Koals Studien zur Nachwirkung der Kapitularien in den Kanonessammlungen des Frühmittelalters erstellt.

Handschrift des Monats Juni 2018: Paris, BnF, Lat. 4626

Die Rechtshandschriften des frühen Mittelalters erinnern nicht selten an Matrjoschka-Puppen: Sie bestehen aus mehreren Einzelteilen und sind ineinander verschachtelt. Hubert Mordek hat in seiner Bibliotheca capitularium mehrfach auf dieses Phänomen hingewiesen. In den seltensten Fällen lassen sich die Bestandteile historischen Persönlichkeiten zuweisen. Die Pariser Handschrift der Bibliothèque Nationale 4626 ist ein solcher Fall. Sie wurde […]

Transkriptionsrichtlinien Version 2.0

Die von uns verwendeten Transkriptionsrichtlinien wurden um bisher nicht berücksichtigte Anwendungsfälle erweitert und übersichtlicher strukturiert. Die aktuelle Version 2.0 ist nun auch online einsehbar.