Capitularia - Edition der fränkischen Herrschererlasse

Kapitular des Monats März 2017: “Capitula legi Salicae addita” [BK 142]

Die Kapitularien sind in ihrer Gestalt und in ihrem Inhalt so heterogen, dass es bislang nicht gelungen ist, eine allen Ansprüchen und Einsprüchen genügende Definition zu finden. Die Capitula legi Salicae addita aus der Zeit Ludwigs des Frommen gehören zu jenen Stücken, die sich nur sehr schwer als „Erlasse der Staatsgewalt“ (Ganshof) oder als „Herrschererlasse“ […]

IMC Leeds 2018

Vom 02. – 05. Juli 2018 fand in Leeds der International Medieval Congress statt, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum feierte. Zwei Mitarbeiter des Kapitularien-Projektes waren mit eigenen Präsentationen vertreten: Sören Kaschke: Rewriting Histor(iograph)y: The Annales Petaviani (Session 348: Minor Annals, II: Problems and Perspectives; Organisatoren: Sören Kaschke und Bart Jeremy van Hees, Departement […]

Handschrift des Monats Juli 2018: Paris, BnF, Lat. 4613

Verluste und Verwirrungen sind ein gängiges Problem bei der Arbeit mit der erhaltenen Überlieferung von Kapitularien. Im Falle einer Störung der ursprünglichen Gestalt einer Handschrift durch Lagenvertauschung, etwa nach einer Neubindung, lässt sich diese zum Glück oft noch mit hinreichender Sicherheit rekonstruieren. Wo sie sich erhalten haben, sind Kustoden dabei eine große Hilfe – die […]

Rezeption von Kapitularien in Kanonessammlungen

In unserer Rubrik “Materialien” steht nun eine Konkordanz zu den in den Kanonessammlungen des frühen Mittelalters rezipierten Kapitularien zur Verfügung. Sie wurde von unserem Mitarbeiter Dominik Leyendecker auf Basis von Valeska Koals Studien zur Nachwirkung der Kapitularien in den Kanonessammlungen des Frühmittelalters erstellt.

Handschrift des Monats Juni 2018: Paris, BnF, Lat. 4626

Die Rechtshandschriften des frühen Mittelalters erinnern nicht selten an Matrjoschka-Puppen: Sie bestehen aus mehreren Einzelteilen und sind ineinander verschachtelt. Hubert Mordek hat in seiner Bibliotheca capitularium mehrfach auf dieses Phänomen hingewiesen. In den seltensten Fällen lassen sich die Bestandteile historischen Persönlichkeiten zuweisen. Die Pariser Handschrift der Bibliothèque Nationale 4626 ist ein solcher Fall. Sie wurde […]

Transkriptionsrichtlinien Version 2.0

Die von uns verwendeten Transkriptionsrichtlinien wurden um bisher nicht berücksichtigte Anwendungsfälle erweitert und übersichtlicher strukturiert. Die aktuelle Version 2.0 ist nun auch online einsehbar.

Kapitular des Monats Mai 2018: “Das Trierer Kapitular” (BK 182)

Die Kapitularien erlebten ab der Mitte des 16. Jahrhunderts eine kleine Renaissance, als nach und nach gleich mehrere Drucke von unterschiedlichen Herausgebern erschienen. Obwohl zu dieser Zeit die Bestimmungen der Karolinger zumindest theoretisch noch Gültigkeit beanspruchen konnten, begegnete Christoph Brower († 1617) ihnen schon mit historiographischem Interesse. Sein posthum gedrucktes Werk über die Geschichte der […]

NEU: Anzeige des Arbeitsstandes

Die Capitularia-Website hat eine neue Funktion: Auf der Übersichtsseite zu den Kapitularien-Handschriften kann nun auch der aktuelle Arbeitsstand abgerufen werden. Alle veröffentlichten Handschriftenseiten sowie die seit der Veröffentlichung erfolgten editorischen Änderungen werden dort übersichtlich präsentiert. Die aktuellsten Änderungen (der letzten 90 Tage) stehen am Anfang der Übersicht.

Handschrift des Monats April 2018: München, Bayerische Staatsbibliothek, Lat. 19416

Einem verschwundenen Text auf der Spur Zu Beginn des Jahres besuchten wir die Bayerische Staatsbibliothek in München, um uns eine besonders interessante Kapitularienüberlieferung im Original anzusehen. Der Codex München, BSB, lat. 19416 ist in handlichem Format gestaltet (140-145 × 110-115 mm) und überliefert eine der wenigen ‚reinen‘ Kapitulariensammlungen. Nach Alfred Boretius „ist die Handschrift wegen […]

XIV. Arbeitstreffen

Vom 20. bis zum 21. März fand das XIV. Arbeitstreffen des Editionsprojektes bei Prof. Stefan Esders im Friedrich-Meinecke-Institut der FU Berlin statt. V O R T R Ä G E Dr. Michael Glatthaar, Das Praeceptum generaliter emissum Childeberts I. Dr. Sören Kaschke, Die Regni divisio von 831 (BK 194) Dr. Britta Mischke, Das Hlotharii capitulare […]

Kapitular des Monats März 2018: “Capitula per se scribenda” (BK 140)

Der Editor Alfred Boretius taufte das Kapitular Nr. 140 auf den Namen „Capitula per se scribenda“. Im Gegensatz zu anderen Namensgebungen, mit denen Boretius die Forschung in die Irre geleitet hat (Depreux 2014), beruht dieser Titel auf handschriftlicher Grundlage. In der besten Überlieferung (Paris, Bibliothèque Nationale, Lat. 2718) lautet die Rubrik von Nr. 140: ITEM […]