Capitularia - Edition der fränkischen Herrschererlasse

Kapitular des Monats März 2017: “Capitula legi Salicae addita” [BK 142]

Die Kapitularien sind in ihrer Gestalt und in ihrem Inhalt so heterogen, dass es bislang nicht gelungen ist, eine allen Ansprüchen und Einsprüchen genügende Definition zu finden. Die Capitula legi Salicae addita aus der Zeit Ludwigs des Frommen gehören zu jenen Stücken, die sich nur sehr schwer als „Erlasse der Staatsgewalt“ (Ganshof) oder als „Herrschererlasse“ […]

Neu veröffentlicht

NEU sind in diesem Monat nicht nur 11 weitere Handschriftenseiten, sondern auch zwei Funktionserweiterungen der Website: Das Filtern von Kapitularienhandschriften nach ihren Entstehungsorten ist nun einfacher und übersichtlicher. Zudem kann jetzt bei Handschriftenseiten aus der Inhaltsübersicht nach BK-Nummern nicht nur zum Beginn des jeweiligen Kapitulars selbst, sondern auch direkt zu jedem einzelnen Kapitel navigiert werden. […]

Handschrift des Monats November 2017: Paris, BnF, Lat. 3877

Isaak von Langres und Pseudoisidor Der Kodex Paris, BnF, lat. 3877 scheint für einen Zeitraum von über hundert Jahren eine gern genutzte Gebrauchshandschrift gewesen zu sein. Heute besteht der Kodex aus 94 Folia, doch tragen diese Seiten nicht nur zahlreiche Nachträge von verschiedenen Händen, einige Blätter und Lagen sind auch später erst zusätzlich eingebunden worden. […]

Handschrift des Monats Oktober 2017: Paris, BnF, Lat. 4995

Paläographisch lässt sich die nur 38 Blätter umfassende Rechtshandschrift Paris, Bibliothèque nationale de France, Lat. 4995 auf das 10. Jahrhundert datieren. Gleichwohl stammen fast alle enthaltenen Rechtstexte aus den ersten beiden Dekaden des 9. Jahrhunderts, mit der Kapitulariengesetzgebung Ludwigs des Frommen von 818/819 als jüngstem Bestandteil. Daher ist zu vermuten, dass der Schreiber eine alte, […]

Weitere Kapitularienseiten veröffentlicht…

Die Übersichten zu den Kapitularien Ludwigs des Frommen und seines Sohnes Lothar sind um elf neue Seiten zu den Kapitularien Lothars erweitert worden (BK-Nr. 157–160 und 162–168).

Handschrift des Monats September 2017: Paris, BN, Lat. 4628 A

So nah und doch so fern: Glossen und Nota-Zeichen Seit längerem wird die einzelne Handschrift in der rechtshistorischen Forschung nicht mehr nur als bloßer Textträger, sondern als individuelles Artefakt mit jeweils eigenem Wert begriffen. Dennoch wird dabei sehr auf den Text selbst geschaut, die sog. Paratexte wie z.B. Glossen oder Nota-Zeichen werden allzu oft außen […]

Handschrift des Monats August 2017: Paris, BN, Lat. 10754

Lex Salica, Kapitularien und biblisches Recht Die moderne Forschung hat sich seit längerer Zeit von einem „legalistischen“ Verständnis der karolingischen Kapitularien verabschiedet, wie es das Buch von François Louis Ganshof (Ganshof 1961) repräsentiert. Die Definition von Ganshof, Kapitularien seien „Maßnahmen der Gesetzgebung oder der Verwaltung“ (Ganshof 1961, S. 13), wird der Vielfalt der Kapitularien und […]

Neu veröffentlicht

Neu veröffentlichte Handschriftenseiten: – München, Bayerische Staatsbibliothek, Inc. s. a. 26m – München, Bayerische Staatsbibliothek, Lat. 29555/1 – München, Universitätsbibliothek, † Fragmente – Paris, Bibliothèque Nationale, Lat. 4628 – Paris, Bibliothèque Nationale, Lat. 4628 A – Paris, Bibliothèque Nationale, nouv. acq. Lat. 204 – Vatikan, Biblioteca Apostolica Vaticana, Reg. Lat. 1000 B – Vercelli, Biblioteca […]

Handschrift des Monats Juli 2017

Ein Vögelchen hat gezwitschert… Die Zahl der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlicher, die Twitter als sinnvolles Kommunikations- und Informationsmedium gebrauchen, steigt stetig an, und selbst eine immer größer werdende Gemeinschaft von (Frühmittelalter-)Historikern (#medievaltwitter #twitterstorians) gehört ebenfalls dazu. Unter diesen, die sich hier vor allem über Handschriften, neue Publikationen oder Veranstaltungen austauschen, verbreitete sich Anfang Juni eine Nachricht […]

Handschrift des Monats Juni 2017: Berlin, SBPK, Phill. 1737

Auch mittelalterliche Kopisten waren nur Menschen und insofern der gelegentlichen Erleichterung ihrer Arbeit nicht abgeneigt. So auch im Falle der Schreiber eines unbekannten ostfranzösischen Skriptoriums im 10. Jahrhundert, die mit der Aufgabe konfrontiert waren, eine Kopie der erweiterten Kapitulariensammlung des Ansegis anzufertigen: Anstatt ihre Vorlage – eine Handschrift, wie sie ähnlich auch dem Fuldaer Schreiber […]

Kolloquium am DHI Paris im Februar 2017 – Bericht

Ein Tagungsbericht zum Kolloquium “Die Sprache des Rechts / La langue du droit” (DHI Paris, 21.-22. Februar 2017), das das Capitularia-Projekt in Kooperation mit dem Leibniz-Projekt CompHistSem und dem DHI Paris veranstaltete, ist am 20. Mai 2017 bei HSozKult veröffentlicht worden. Link zum Bericht auf HSozKult Link zum Tagungsprogramm / DHI Paris